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FASD – Was ist das eigentlich?
Fetal Alcohol Spectrum Disorder (FASD) ist eine direkte Folge von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft. FASD ist der Oberbegriff, unter dem mehrere Schädigungsformen zusammengefasst werden, die durch den Alkoholkonsum im Mutterleib entstehen:
- FAS – klassisches Fetales Alkoholsyndrom
- pFAS – partielles Fetales Alkoholsyndrom
- ARND – alkoholbedingte neurologische Entwicklungsstörung
- ARBD – alkoholbedingte körperliche Fehlbildungen
Auswirkungen von Alkohol
Wenn eine schwangere Person Alkohol trinkt, gelangt dieser über die Plazenta direkt in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes. Da Leber und Stoffwechsel des Fötus noch nicht vollständig entwickelt sind, kann das Baby den Alkohol nur sehr langsam abbauen. Dadurch verbleibt er länger und in höherer Konzentration im kindlichen Körper und schädigt besonders das empfindliche Gehirn.
Alkohol und das Abbauprodukt (Acetaldehyd) wirken toxisch und gelangen über die Plazenta zum Kind. Sie greifen in wichtige Entwicklungsprozesse ein und können so organische und funktionelle Schäden verursachen.
Besonders betroffen ist das zentrale Nervensystem. Alkohol ist ein Nerven- und Zellgift und kann…
- die Zellteilung stören: Neue Nervenzellen werden in ihrem Aufbau gestört.
- die Bildung von Synapsen beeinträchtigen: Nervenzellen vernetzen sich schlechter, wodurch die Signalübertragung im Gehirn geschwächt wird.
- Zelltod (Apoptose) auslösen: Bereits vorhandene Gehirnzellen können absterben.
- die Bildung der Schutzschicht (Myelinisierung) verlangsamen: Die Entwicklung der schützenden Myelinschicht um Nervenfasern wird beeinträchtigt, was die Weiterleitung von Informationen verlangsamt.
Diese Schäden können langfristige Folgen für die geistige / kognitive / körperliche Entwicklung des Kindes haben.
Hier findet ihr ein Video zu den Auswirkungen:

